Siemens & Halske Sh 14
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Es geht auch ohne einen 25.000 EUR Scanner!

Nachdem ich den einen und anderen Kopf gescannt hatte, wollte ich wissen, ob man die Detailgenauigkeit weiter steigern kann.
Mit einem mobilen 3D-Scanner fing alles an. Damals war ich absolut beeindruckt, wie gut dieses Gerät einen menschlichen Kopf in ein digitales Abbild verwandelt. So konnte ich Pilotenbüsten erstellen, die mal ganz anders aussehen wie die üblichen Exemplare. Da saß doch tatsächlich der Erbauer in dem Modell und nicht Snoopy oder Ähnliches! Dennoch war ich nicht ganz zufrieden und begann mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Denn im 3D-Druck zeigte es sich, dass Details des Scans wie Haare, Pupillen, Lippen und Ohren eher verwaschen ausfallen. Durch eine entsprechende Bemalung kann man dies zwar etwas verbessern, aber nicht jeder ist Porträtmaler von Beruf! Für dieses Problem suchte ich nach einer Lösung. Erste Suchergebnisse im Internet waren aber eher enttäuschend, denn für eine bessere Hardware kann man ganz schön tief in die Tasche greifen. Da ist man schnell ein paar Tausend EURO los. Auch der Selbstbau eines Scanners stößt schnell an seine Grenzen. War es das?
Nachdem ich weitergesucht und ein paar Dinge probiert hatte, fand ich einen vielversprechende Ansatz. Mein neuer Ansatz: Wäre es möglich auf Basis meiner Scan-Datei nachträglich Detaillierungen einzuarbeiten? Die Idee ist dabei, den Scan mit Hilfe einer Modelling-Software nachzubearbeiten. Dadurch könnte ich weiterhin meinen Scanner benutzen, der die Konturen und Proportionen des Kopfes exakt abbildet, der Feinschliff passiert dann am Computer.
Und tatsächlich, das Ergebnis spricht für sich! Zwar braucht man sehr viel Übung, um solche Verbesserungen in den Scan einzufügen. Und es dauert auch seine Zeit. Aber das Ergebnis lohnt den Aufwand! Hilfreich ist es, wenn man Poträtbilder der Person hat, dazu braucht man nur einen einfachen Fotoapparat mit Stativ. Diese Bilder lassen sich im Modelling-Programm über die Daten des Scans legen, so dass Formen und Größen dem Vorbild entsprechen. Seitdem habe ich viele meiner Scans verbessert, was mir Kommentare wie „Mensch, das bis ja du in dem Flugzeug, wie hast du denn das hinbekommen“ eingebracht hat. Mein Fazit: Man kann auch mit kleineren Budget zu sehr vorbildähnlichen Pilotenbüsten und -figuren kommen! Eben mal was anderes wie Knollennase, Barbie´s Ken oder Snoopy!